NEUE MITTELSCHULE HEILIGENKREUZ
(ab Schulbeginn 2011/12)


AKTUELLE FORMULARE FÜR DIE NEUE MITTELSCHULE:

NMS: Folder 2013
Folder Verhaltensvereinbarung 2012/13
Anmeldung - Neue Mittelschule Steiermark 2013/14


Tag der offenen Tür: 17. 1. 2013, 9.00-12.00 Uhr


Aufgabe der Neuen Mittelschule

Die Neue Mittelschule hat die Aufgabe, die SchülerInnen je nach Interesse, Neigung, Begabung und Fähigkeit für den Übertritt in mittlere oder höhere Schulen zu befähigen und auf das Berufsleben vorzubereiten.

Durch Berufsorientierung und Bildungsinformation erhalten Schülerinnen und Schüler aufbauend auf ihren Stärken gezielte Beratung über mögliche Berufs- und Bildungswege.


Organisation

Um jede Schülerin/jeden Schüler bestmöglich zu fördern sind in den differenzierten Pflichtgegenständen (Deutsch, Lebende Fremdsprache und Mathematik) unter anderem folgende pädagogische Maßnahmen gesetzlich vorgesehen:

·         Unterricht im LehrerInnenteam,

·         differenzierter, auf die Bedürfnisse des Kindes angepasster Unterricht in der Klasse,

·         Begabungs- und Begabtenförderung,

·         Förderung in zeitlich begrenzt gebildeten SchülerInnengruppen.

Die Lehrpersonen gestalten den Unterricht gemeinsam im Team und sorgen für individuell bestmögliche Lernbedingungen aller Schülerinnen und Schüler.


 Leistungsbeurteilung

In der NMS gibt es eine neue Form der Leistungsbeurteilung. Ziel ist es, den Kindern Zeit für ihre Entwicklung zu geben und ihre Stärken, Begabungen und Talente längerfristig zu beobachten.

 1.und 2. Klasse der NMS (5. und 6. Schulstufe)

 Das Notensystem wird wie in der Volksschule mit der 5-teiligen Notenskala in allen Unterrichtsgegenständen fortgeführt.

 3.und 4. Klasse der NMS  (7. und 8. Schulstufe)

In den differenzierten Pflichtgegenständen Deutsch / Lebende Fremdsprache / Mathematik erfolgt die  Beurteilung nach vertiefter und grundlegender Allgemeinbildung. Die vertiefte Allgemeinbildung entspricht der AHS.

 

Vertiefte Allgemeinbildung (entspricht AHS)

1

2

3

4

Grundlegende Allgemeinbildung

3G

4G

5G


Berechtigungen

Übertritt in eine höhere Schule mit Matura
(z.B. HTL, HAK, BORG, HLW…)

Das Abschlusszeugnis der NMS mit Noten in der vertieften Allgemeinbildung berechtigt zum Besuch einer höheren Schule mit Maturaabschluss.  

Wird ein Unterrichtsgegenstand in der grundlegenden Allgemeinbildung mit der Note 3G beurteilt, ist ein Übertritt mit Beschluss der Klassenkonferenz möglich, in allen anderen Fällen ist eine Aufnahmsprüfung notwendig. 

Übertritt in eine mittlere
Schule (z.B. Fachschule, Handelsschule)

Das Abschlusszeugnis der NMS mit Noten in der vertieften oder der grundlegenden Allgemeinbildung bis 3G berechtigt ohne Aufnahmsprüfung zum Besuch einer mittleren Schule.

Wird ein Unterrichtsgegenstand in der grundlegenden Allgemeinbildung mit der Note 4G beurteilt, ist ein Übertritt mit Beschluss der Klassenkonferenz möglich, in allen anderen Fällen ist eine Aufnahmsprüfung notwendig. 


Neue Wege der Rückmeldung

Zusätzlich zur Beurteilung mit Noten werden durch die folgenden besonderen Elemente Stärken, Fähigkeiten und Talente der SchülerInnen in den Mittelpunkt gerückt: 

·         Ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung 

Für jede erfolgreich absolvierte Schulstufe erhält die Schülerin/der Schüler zusätzlich zum Jahreszeugnis eine ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung, die individuelle Stärken sichtbar werden lässt. 

·         Kinder-Eltern-LehrerInnen-Gespräche  

KEL-Gespräche sind Kinder-Eltern-Lehrer Gespräche, die stattfinden. Schülerinnen und Schüler führen mit ihren Eltern und Lehrer/innen zumindest einmal im Jahr  gemeinsam ein Gespräch über Lernerfolge, Lernfortschritte und Lernprozesse. Die Kinder werden auf diese Form der Rückmeldung in der Schule vorbereitet.


Kleine Zeitung, 3.3.2012

Neue Schule hat statt fünf sieben Noten

Die Testphase ist vorbei, nun wird es mit der Neuen Mittelschule ernst. Bis 2018 soll die Hauptschule auslaufen. Die „Leistungsgruppen“ werden damit abgelöst – durch ein siebenstufiges Benotungssystem.

WOLFGANG RÖSSLER, SONJA HASEWEND

Den "Pinsch", "Fleck", "Fünfe"“ oder, auf Schuldeutsch, das "Nicht genügend" im Zeugnis wird es zwar weiterhin geben. Viele Schüler werden die gefürchtete schlechteste Note aber vielleicht künftig nur noch vom Hörensagen kennen. Denn die "Neue Mittelschule", die nach der Pilotphase mit Herbst schrittweise die Hauptschule ablöst, bringt ab der dritten Klasse auch ein neues Notensystem mit sieben verschiedenen Stufen der Beurteilung. Das ist neu – selbst für jene Schulen, die schon bisher als Pilotprojekt das reformierte Modell eingeführt haben.

Bis 2018 soll die Neue Mittelschule flächendeckend in ganz Österreich eingeführt werden. Die dazu notwendigen Gesetze werden im Frühjahr beschlossen. Nur für die Gymnasien ändert sich vorerst noch nichts: Zwar träumt die rote Unterrichtsministerin Claudia Schmied auch weiterhin von einer Gesamtschule, davon will der Koalitionspartner ÖVP aber nichts wissen. "Die Neue Mittelschule stellt das Machbare dar", sagt Schmied.

Zwei Kategorien von Noten

Doch wie funktioniert die Benotung der Zukunft? Vorneweg: Die bisherige Aufteilung der Hauptschulklassen in drei Leistungsgruppen entfällt. Stärkere und schwächere Schüler werden durchgehend gemeinsam unterrichtet. Ab der dritten Klasse (7. Schulstufe) gibt es in den Hauptfächern zwei Kategorien von Noten: einen besseren und einen weniger guten Bereich. Die Noten eins bis vier bleiben, im Zeugnis steht aber der Zusatz "vertiefte Bildung". Alle, die das nicht erreichen, fallen in die Kategorie "grundlegende Bildung". Für sie gibt es drei weitere Noten: Mit "Befriedigend" oder "Genügend" können sie problemlos aufsteigen, bei "Nicht genügend" wird es eng, dann entscheidet im Zweifel die Klassenkonferenz.

Mit dem differenzierten System sollen schlechtere Noten ein wenig von ihrem Schrecken verlieren. "Wir wollen die Leute motivieren", sagt Schmied-Sprecher Josef Galley. Bisher hätten vor allem Kinder in den dritten Leistungsgruppen unter der "Stigmatisierung" durch Mitschüler gelitten, nun sollen sie – auch örtlich – integriert werden.

Doch nicht nur bei den Noten soll sich die Neue Mittelschule von den bisherigen Pilotprojekten unterscheiden. Bei der Auswahl der Lehrer musste Schmied Abstriche machen. Zwar werden in den Hauptgegenständen auch weiterhin zwei Pädagogen gemeinsam unterrichten. Die ursprüngliche Vorgabe, dass einer von beiden AHS-Lehrer sein muss, ist aber gefallen. Der Grund: "Das Tempo der Umstellung", sagt Galley. "Wir schaffen das nicht flächendeckend."

Schon bei den Modellversuchen habe es in vielen Fällen zu wenig AHS-Lehrer für den "Teamunterricht" gegeben, nun werde das Gesetz der Realität angepasst, erklärt Galley.

Früher oder später wäre die bisherige Regelung ohnehin gefallen. Denn das seit Langem diskutierte neue Lehrerdienstrecht soll nicht nur eine gemeinsame Ausbildung bringen, sondern die beiden Lehrer-Typen auch vor dem Gesetz gleichstellen.


Kleine Zeitung, 20. Dezember 2011

Neue Schule: Mit Vollgas durchs Ziel

Heute wird im Ministerrat die Neue Mittelschule ins Ziel gewunken. Auf jeden Schüler einzugehen wird zum System.

Die Neue Mittelschule ist in ihrem vierten Jahr, und heute präsentiert Bildungsministerin Claudia Schmied im Ministerrat den Gesetzestext, der sie zur Regelschule in ganz Österreich machen wird.

Es sind nicht nur die Schilder, die ausgetauscht werden auf dem Weg von der Haupt- zur Neuen Mittelschule, es sind die Kultur des Unterrichtens, der Zugang zu den Schülern, die sich völlig verändern. An den 53 steirischen Schulen, die schon bisher dabei waren, wurden diese Zugänge erprobt. Von ihren Erfahrungen profitieren jene Schulen, die in den kommenden beiden Schuljahren umgestellt werden. Schulen, die sich zum Teil noch dem alten Muster, dem Prinzip der Leistungsgruppen, des Einheitsunterrichts verpflichtet fühlen.

In der Begutachtungsphase waren Zweifel aufgetaucht, ob der Brei vielleicht doch nicht ganz so heiß gegessen werden muss, wie er von den Reformern gekocht wurde. Doch inzwischen schlossen die Ministerialbeamten den Interpretationsspielraum zwischen den Gesetzeszeilen, versichert Hermann Zoller, Landesschulinspektor für die Neuen Mittelschulen.

Keine Leistungsgruppen

Es gibt künftig kein dauerhaftes Einsortieren in Leistungsgruppen mehr. Die innere Differenzierung, der Zugang, der sich an den aktuellen individuellen Stärken und Potenzialen der Kinder orientiert, ist Pflicht. Das Teamteaching – zwei Lehrer in der Klasse – und variable Kleingruppen haben sich als Methode bewährt, 4000 Lehrer stehen österreichweit künftig dafür zur Verfügung.

Die „grundlegende Allgemeinbildung“ ist die Basis. Die „vertiefte Allgemeinbildung“ in der siebten und achten Schulstufe, mit demselben Lehrplan wie am Gymnasium, ist das Plus, das zum Aufstieg in die Oberstufe berechtigt.

Schwerpunkte möglich

Die Wahlpflichtfächer, also die Schwerpunktsetzung in den dritten und vierten Klassen, bleibt nicht wie bisher in den NMS-Versuchsschulen auf die „Hauptgegenstände“ beschränkt, sondern kann sich auch auf andere Fächer, etwa musische oder sportliche Zweige, erstrecken. Das war den Hauptschulen mit bestehenden Schwerpunkten wichtig.

Der Einsatz von AHS-Lehrern ist weiterhin erwünscht und wird dadurch sichergestellt, dass die zusätzlichen Lehrer für die Neue Mittelschule von den kooperierenden Bundesschulen zugewiesen werden.

Neue Mittelschule Steiermark -Projektbeschreibung 

 

Zur Individualisierung von Schullaufbahnen und im Sinne einer Verschiebung der Bildungslaufbahnentscheidung  hat der Landesschulrat für Steiermark beginnend mit dem Schuljahr 2008/2009 an allgemein bildenden Schulen in der Steiermark Modellversuche zur Neuen Mittelschule eingerichtet.
Das steirische Modell umfasst folgende pädagogische Eckpunkte:

 

  1. Die Schüler werden nach Schulstufen oder auch schulstufenübergreifend durch Maßnahmen der inneren und temporär der äußeren Differenzierung individuell gefördert. In den Schularbeitenfächern ist Teamteaching vorgesehen, um einen individuellen und differenzierten Zugang auf das Leistungsvermögen der Kinder zu ermöglichen.

 

  1. Hinsichtlich der Leistungen jedes Schülers hat zumindest zweimal pro Unterrichtsjahr eine ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung zu erfolgen. Weiters ist vorzusehen, dass im Rahmen des Frühwarnsystems eine Verpflichtung zum Besuch eines Förderunterrichtes oder einer sonstigen Fördermaßnahme festgelegt wird.

 

  1. In der 3. und 4. Klasse werden Wahlpflichtfächer im Ausmaß von jeweils drei Jahreswochenstunden als Angebot eingerichtet:
  • Zusätzliche Fremdsprache (Italienisch, Französisch, u.a.)

  • Muttersprachlicher Unterricht

  • Informatik

  • Naturwissenschaftliches Experimentieren

  • Vertiefungsunterricht aus Deutsch, Mathematik und Englisch

4.  Zweimal im Schuljahr ist im Ausmaß von je einer Woche Projektunterricht in zwei Kursphasen vorgesehen, der die konzentrierte Beschäftigung mit einem Thema zum Inhalt hat. Alltägliche, kulturelle und politische Themenstellungen sind möglich. Die Inhalte sind mit dem Unterricht außerhalb der Kursphase verschränkt. Auch Phasen des offenen Unterrichtes können klassen- und stufenübergreifend erfolgen. In Kleingruppen soll gezielter Förderunterricht einerseits sowie Begabungsförderung andererseits ermöglicht werden.

 

  1. Die Integration von Kindern mit Behinderungen wird in gemeinsamer Verantwortung von FachlehrerInnen und SonderschulpädagogInnen umgesetzt.

 

6.  In eigenverantwortlichen Schulstufenteams beraten und planen LehrerInnen einer Schulstufe gemeinsam im Ausmaß von jeweils zwei Stunden pro Woche.

 

7.  Abschlüsse:

Der erfolgreiche Abschluss der 8. Schulstufe ist je nach Erreichen des Bildungsziels der Hauptschule oder der Allgemein bildenden höheren Schule mit den Berechtigungen des erfolgreichen Abschlusses der Hauptschule oder der Allgemein bildenden höheren Schule verbunden. Die Schulnachrichten und Zeugnisse haben als Schulart die Bezeichnung des jeweiligen Schulmodells zu enthalten und die mit dem Abschluss verbundenen Berechtigungen auszuweisen. Entsprechendes gilt für die 5. bis 7. Schulstufe, wenn der Schüler in die 6., 7. oder 8. Schulstufe einer Schule wechselt, die kein Modellversuch im o.a. Sinne ist.

Informationen zur NEUEN MITTELSCHULE


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